Studentenfutter
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aus der Süddeutschen Zeitung, 25.02.09: Meditation gegen Stress
In der Ruhe liegt die Kraft Was in Fernost eine jahrtausendealte Weisheit ist, haben Mediziner nun wissenschaftlich belegt: Entspannung kann die Gehirnleistung verbessern. Von Werner Bartens In der Ruhe liegt die Kraft. Was entspannte Zeitgenossen schon länger wissen, beschäftigt in jüngster Zeit auch vermehrt Wissenschaftler. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift International Journal of Psychophysiology zeigen Hirnforscher und Psychologen aus den USA, dass Studenten Stress leichter aushalten und besser mit Prüfungssituationen umgehen können, wenn sie regelmäßig meditieren (Bd.71, S.170, 2009). Die Wissenschaftler um Fred Travis untersuchten in einer kleinen Studie 50 Studenten, die kurz vor Semesterende in Examensvorbereitungen steckten. Ein Teil der Probanden wurde in Meditationsübungen eingewiesen.
Bei der Entspannungstechnik ging es darum, zweimal täglich 20 Minuten im Sitzen möglichst alle Gedanken auszuschalten, anstrengungslos sein Bewusstsein zu erfahren und sich befreit zu fühlen. Studenten, die das Verfahren über zehn Wochen anwendeten, waren anschließend widerstandsfähiger in Stresssituationen. So maßen die Forscher, wie aufmerksam die Studenten waren, wie oft sie tagsüber müde wurden und wie ihr Gehirn auf plötzliche Reize reagierte. Die im EEG aufgezeichneten Hirnströme wiesen darauf hin, dass sich die meditativ geschulten Studenten eher wieder auf ihre Aufgaben konzentrieren konnten und die physiologische Stressreaktion in ihrem Körper schneller wieder abklang als bei den anderen Studenten. Im Jahr 2005 hatte die Harvard-Psychologin Sara Lazar Hinweise dafür gefunden, dass Meditation die Nervenverknüpfung der Großhirnrinde positiv beeinflusst. Probanden, die regelmäßig meditierten, könnten demnach ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern. Im Kernspin zeigte sich, dass die entsprechenden Hirnregionen bei älteren Probanden besonders vergrößert waren - ein ungewöhnlicher Befund, denn üblicherweise schrumpft dieser Bereich im Alter. (SZ vom 25.02.2009/mmk)
Hunger nach Sinn
Ich werde manchmal gefragt, warum ich denn "immer noch" für Gerechtigkeit, Friede und die gute Schöpfung eintrete.
"Immer noch" frage ich zurück, wir fangen doch gerade erst an, aus der Verbundenheit mit dem Leben heraus, zu kämpfen, zu lachen, zu weinen.
Wir können uns doch nicht auf das geistige Niveau des Kapitalismus zurückschrauben und ständig "Sinn" mit "Erfolg" verwechseln. Das ist eine lebensgefährliche Verwechslung, wenn wir das auf das Leben zurückrechtstutzen auf das Machbare und das, was sich konsumieren lässt.
Meine Tradition hat uns wirklich mehr versprochen! Ein Leben vor dem Tod, gerechtes Handeln und die Verbundeheit mit allem, was lebt, die Wölfe neben den Lämmern und Gott nicht oben und nicht später, sondern jetzt und hier.
Bei uns, in uns.
Dorothe Sölle
"Man kann nicht mehr leben von Eisschränken, von Politik, von Bilanzen und Kreuzworträtseln. Man kann es nicht mehr. Man kann nicht mehr leben ohne Poesie, ohne Farbe, ohne Liebe. Es gibt wieder zu entdecken, daß es ein Leben des Geistes gibt, das noch höher steht als das Leben der Vernunft und das allein den Menschen zu befriedigen vermag."
Antoine de Saint-Exupéry
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